ADHS als Eltern: Warum es anders ist und wie es klappt
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir über ADHS in der Schwangerschaft und im Alltag mit Baby oder Kind. Zu Gast ist dafür im Chancenreich Dr. Hintzen, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie am KRH Psychiatrie Langenhagen.
ADHS wird heute öfter erkannt als früher und ist heute überall ein Thema. Viele Betroffene kennen die Herausforderungen: Es fällt schwerer, den Fokus zu halten, viele Dinge gleichzeitig im Blick zu behalten oder Stress gelassen zu meistern. Und dann kommt ein Baby und plötzlich gibt es noch mehr Aufgaben, weniger Schlaf und kaum noch Routine. Die Zeit rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternwerden bringt riesige Veränderungen mit sich. Warum das besonders anstrengend ist und was du dann tun kannst, erfährst du in dieser Folge.
Das Gute, du bist nicht allein! Viele Eltern mit ADHS erleben ähnliche Dinge. Es ist okay, wenn nicht alles perfekt läuft. Wichtig ist, dass du verstehst: Du machst nichts falsch. Es kann schon entlasten, einfach zu sagen: So ist es gerade und das ist okay. Eine gute Vorbereitung und Planung der ersten Zeit mit dem Baby ist wichtig.
Was kann noch helfen?
- Aufzählungs-TextStruktur im Alltag: Feste Abläufe geben Halt und machen den Tag planbarer.
- Aufzählungs-TextUnterstützung suchen: Ein unterstützendes Umfeld (Partner*in, Familie, Freunde) ist jetzt besonders wichtig.
- Aufzählungs-TextHilfe annehmen: Ob Haushaltshilfe, Kinderbetreuung oder einfach jemand, der zuhört – Entlastung tut gut. Die Frühen Hilfen sind für euch da!
- Aufzählungs-TextFeinfühligkeit üben: Wenn du gestresst bist, fällt es schwerer, auf die Bedürfnisse deines Kindes einzugehen. Das ist normal und keine Schuld! Kleine Pausen und Unterstützung können hier viel bewirken.
Mit guter Vorbereitung, mehr Verständnis für dich selbst und den richtigen Hilfen kann diese aufregende Zeit leichter werden.
Wohin bei Verdacht auf ADHS oder bei Herausforderungen in der ersten Zeit mit dem Kind:
- Aufzählungs-TextIhre Hausärzt*in
- Aufzählungs-TextFachärzt*innen für Psychiatrie oder Neurologie
- Aufzählungs-TextPsychotherapeutische Praxen
- Aufzählungs-TextBeratungsstellen für Familien
- Aufzählungs-TextAngebote der Frühen Hilfen
- Aufzählungs-TextSozialpsychiatrische Dienste
Auch Hebammen oder Kinderärzt*innen können erste Ansprechpartner*innen sein und bei der Suche nach Unterstützung helfen.
Sie müssen nicht alles allein schaffen. Unterstützung anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern kann Familien stärken und entlasten.
Kontakt: Anlaufstellen, die dir in solchen Situationen weiterhelfen, findest du hier: https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Soziales/Familie-Partnerschaft/Fr%C3%BChe-Hilfen-%E2%80%93-Fr%C3%BChe-Chancen/Eltern/Krisen-rund-um-Schwangerschaft-und-Geburt/Psychische-Krisen
Der Sozialpsychiatrische Dienst für Erwachsene: https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Gesundheit/Beratungsstellen/Sozialpsychiatrischer-Dienst-der-Region-Hannover
Wenn du eine ganz akute Krise hast und dies außerhalb der Telefonsprechzeiten des Sozialpsychiatrischen Dienstes sein sollte, dann melde dich hier:
- Aufzählungs-TextRuf 112 an oder ruf 110 an
- Aufzählungs-TextWenn du sofort persönliche Hilfe brauchst und ggf. auch stationär psychiatrisch aufgenommen werden musst, kannst du jederzeit in die Notaufnahme eines Krankenhauses mit psychiatrischer Abteilung und Ambulanz gehen.
- Aufzählungs-TextDie für dich zuständige Klinik in der Region Hannover findest du unter https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Gesundheit/Beratungsstellen/Beratungsstellen-und-Kliniken-f%C3%BCr-psychiatrisch-Erkrankte-in-der-Region-Hannover
- Aufzählungs-TextDer ärztliche Notdienst behandelt Patient*innen, wenn eine Erkrankung so dringend erscheint, dass nicht bis zur nächsten Sprechstunde der ärztlichen Praxen gewartet werden kann, aber keine akute Gefahr besteht, die einen Rettungsdienst notwendig machen würde. Diesen erreichst du unter der Tel.-Nr. 116 117
- Aufzählungs-TextAn Wochenenden (einschließlich Freitagnachmittag) und an Feiertagen gibt es den Psychosozialen/ Psychiatrischen Krisendienst (PPKD) unter 0511 / 30 03 34 70
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00:00:00: Willkommen im Chancenreich.
00:00:04: Herzlich willkommen im Chansenreich heute mit Frau Dr.
00:00:07: Hinzen, hallo schön dass Sie da sind!
00:00:09: Hallo
00:00:09: danke für die Einladung.
00:00:10: Wir kümmern uns heute um ein bisschen anderes Thema das hat was mit ADHS zu tun und Mütter werden.
00:00:17: Warum ist das ein Thema worüber wir sprechen sollten Frau Hinzen?
00:00:22: Ich halte dieses Thema für besonders wichtig weil eine Mutter eine Schwangerschaft eine Elternschaft geht mit vielen neuen Herausforderungen einher, dass bei allen Menschen mit einem erhöhten Stressaufkommen verbunden ist.
00:00:38: Und ADS verstehen wir als eine Störung der Stressbewältigung und dadurch werden dort Symptome die vielleicht vorher überhaupt noch nicht aufgetreten sind, treten auf einmal auf weil zuvor das ADS gut kompensiert war und nun kommt diese neue einschneidende Situation Treten Symptome auf.
00:01:02: Wo man gar nicht weiß, oh Gott was ist denn jetzt los?
00:01:04: Genau und die treten wahrscheinlich dann noch mal anders auf.
00:01:09: also es passiert ja viel kurz nach der Geburt.
00:01:11: so Mütter werden ist wirklich irgendwie ganz ganz besondere Sache.
00:01:16: Nicht nur dass ein neues Baby da ist sondern auch man sich selbst ja auch irgendwie in einer neuen Rolle wieder findet
00:01:23: Ganz genau das baby an sich.
00:01:25: die Anwesenheit des Babys bringt eine Menge mehr Stress in den Alltag mit, das kennt jeder.
00:01:32: Zusätzlich ist jemand der ein ADS hat immer sehr darauf bedacht sich zu regulieren und auszugleichen beispielsweise mit Sport ... Mit viel Sport am Tag.
00:01:46: Das fällt weg wenn man ein junges Baby hat häufig.
00:01:49: Manche kompensieren das mit Schlaf.
00:01:52: auch das fällt in der Regel
00:01:54: weg und wird
00:01:55: sogar noch weniger als normal oder auch mit anderen Dingen.
00:01:59: Ja, genau.
00:02:01: Wir haben uns ja schon mal getroffen und haben Krisen rund um die Geburt zum Thema gehabt, postentale Depression.
00:02:07: Das ist aber dann schon noch ein Unterschied.
00:02:11: Wie wirkt sich das wohl aus?
00:02:13: Kann man das für sich selber einschätzen was jetzt wohl los ist?
00:02:18: Ich denke wenn man nicht weiß dass man eine ADS-Diagnose hat es schwierig.
00:02:23: Aber ich sehe oft Patienten in der Schwangerschaft über erhöhte die noch gar nicht wissen weil sie haben vielleicht mit einer Depression oder eine Angst zum Tomatik kommen und die einfach sagen, ich bin von allem überfordert.
00:02:39: Ich weiß nicht wo mir der Kopf steht.
00:02:41: Ich habe tausend Sachen im Kopf möchte ganz viel umsetzen aber kann überhaupt nichts umsetzten und werde darüber so frustriert dass man sich depressiv werde.
00:02:53: Und Sie
00:02:53: können das sozusagen auseinanderdröseln?
00:02:57: Genau!
00:02:59: Patientin zuhört und auch vielleicht noch ein paar Fragen stellt, mit Fragen über Abschreifen von Gedanken zum Beispiel oder Haften von Gedanken an bestimmten Themen.
00:03:16: Also die dann in unterschiedliche Richtungen gehen?
00:03:19: ARHS ist ja jetzt im Moment.
00:03:21: Naja, in aller Mund ist vielleicht zu viel gesagt.
00:03:23: Aber hat mehr erhöhte Sichtbarkeit?
00:03:25: So nimmst du zwar auf Social Media zum Beispiel und man lernt also ich lese auch unglaublich viel darüber.
00:03:32: Und ja da gibt es natürlich auch so negativ spiral.
00:03:36: Also das ist ja diese Impulskontrolle, ah Mensch ich krieg's irgendwie also eine Wut oder so ne dolle Energie und irgendwie wird man fahrig und das fällt alles runter.
00:03:46: und also es ist so dieses Wahnsinniges angespannt sein.
00:03:50: Und wenn sie jetzt seinen Gedanken schweifen bei Depression, ja eher in so einem O-Bot.
00:03:54: Das bringt alles gar nichts mehr.
00:03:56: ich weiß nicht wie.
00:03:58: Eher so ein Nibel ist es dann bei ADHS eher so einen... So ein was?
00:04:06: Das ist dann glaube ich auch sehr unterschiedlich aber in der Regel einfach ein erhöhtes Stress erleben weil Menschen mit einem ADS haben vor allem Schwierigkeit, die Aufmerksamkeit zu halten in Alltagsdingen.
00:04:20: Also beispielsweise ein ADSler haben Schwierigkeiten immer wieder an ihre Schlüssel und an ihr Handy und ihr braucht Monet zu denken und laufen lange durch die Wohnung bis sie alles zusammenhaben.
00:04:29: das erfordert viel Stress.
00:04:31: wenn man jetzt noch eine Wickeltasche hat, die immer ordentlich gefüllt sein muss Am besten noch Getränke und Knabbersachen.
00:04:39: Und noch Wechselkleidung und noch Wetter, angepasste Kleidung, wechselkleidung.
00:04:45: Dann das Können Frauen mit ARDS auch leisten aber sie sind nachdem Sie alles gepackt haben viel erschöpfter als andere Frauen und sind schon erschöpf bevor sie zum Spielplatz aufgebrochen sind.
00:04:58: Und dazu kommt ja auch noch so was wie Reize, wie Lautstärke, Wärme...
00:05:03: Dann kommt man zum Spielplatz.
00:05:04: Dann kommt die Reizeberflutung und dann gilt es seine Impulse unter Kontrolle zu haben weil wie viele sagen ich bekomme eine kurze Zündschnur und dann reagieren vielen Menschen mit ADS-Impulsivität.
00:05:22: und das ist das was viele aber Auch gar nicht wollen.
00:05:26: Wir wollen gegenüber dem Kind nicht impulsiv reagieren und auch das zu unterdrücken ist sehr anstrengend.
00:05:31: Ja, total!
00:05:31: Und man fährt dann eben doch vielleicht aus seiner Haut so wie man es jetzt gesagt hat.
00:05:36: Genau.
00:05:37: Das fällt dann wahrscheinlich erst mit dem Kind auf weil ja klar, man lernt sich irgendwie zu regulieren.
00:05:43: Vieles als Thema adhs bei Kindern oder in der Schule aber es gibt ja auch Durchschluss.
00:05:48: also erwachsene Menschen, junge Erwachsene die das haben.
00:05:52: Klar, wenn man nur für sich selber verantwortlich ist, dann geht das.
00:05:54: Dann weiß man, man hat so ein Flow, da kann man richtig cool arbeiten und das richtig im Tunnel ganz super viel Sport machen, schafft irgendwie alles.
00:06:01: Klar, es war ein bisschen verschussig vielleicht?
00:06:03: Also ich mach jetzt mal viel tiefes, gibt ja verschiedene Ausprägungen... Ja!
00:06:06: Und dann kommt plötzlich genau Baby der Partner oder die Partnerin was auch immer ... Was kann da helfen wahrscheinlich erst einmal das anzuerkennen dass es so ist?
00:06:18: Das ist auf jeden Fall wichtig, das bringt auf jeden fall häufig schon eine gewisse Entspannung rein und auch ein Abwenden von einer erlebten Schuld, einem Insuffizienzgefühl.
00:06:32: Dass man es nicht schafft alle anderen Mütter schaffen ist nur ich schaffe es nicht.
00:06:36: das sind solche Gedanken.
00:06:39: Ich sage dann aber auch häufig Man kann aber auch den meisten Müttern nicht hinter dem Kopf gucken weil die meisten können auch ihre Anspannungen und das ADS gut verbergen.
00:06:50: in solchen Situationen Generell hilft ein unterstützendes Umfeld, ist das Beste.
00:07:00: Also einen unterstützender Partner der optimalerweise auch vielleicht im ersten Jahr Elternzeit hat die dann nicht unbedingt zum Hausbau verwendet wird sondern wirklich für Kehrarbeit und Unterstützung.
00:07:15: Vielleicht meine Entlastung durch was ich nicht irrenamtlich aus dem Hausbesuchsprogramm
00:07:19: haushaltshilfen Freunde, Familie jede Form der Unterstützung die möglich ist es gut.
00:07:26: Es kann aber auch sein dass das manchmal nicht reicht und dann kann man sogar die ADS Medikamente auch in der Stillzeit nehmen.
00:07:35: das ist geben das ist.
00:07:37: unter Abwägung von etwaigen Gedeihstörungen beim Kind die sehr selten sind und die man gut überwachen kann gelten ADS-Medikamente in der stillzeit sogar als unproblematisch habe ich sehr gute Erfahrungen mitgemacht bei
00:07:53: meinen Patienten.
00:07:54: Okay, wow!
00:07:55: Ach ja, der kommt dann erst mal so... also ich jetzt so unbedarf, irgendwie gar nicht drauf, dass das auch eine Möglichkeit wäre.
00:08:05: und wie reguliert das denn?
00:08:08: Also dieses Medikament schafft dann, dass es da nicht solche Peaks gibt, dass die Zündchen vielleicht noch nicht ganz so kurz ist oder dämmt ein bisschen diese Reizüberflutung.
00:08:16: was macht das dann?
00:08:17: Genau alles los.
00:08:18: vor allem viele etwas superaktives haben, was unterdrückt wird geht in eine innere Unruhe.
00:08:25: Diese innere unruhe kann sich sehr leicht auch aufs Kind übertragen.
00:08:29: dann ist das kindunruhig und dadurch wird die Mutter unruhiger.
00:08:33: Und die Medikamente machen unter anderem dass man viel ruhiger ist und Souveräner mit dem Kind umgehen kann, was auch positive Selbstwirksamkeit sofort mit sich führt.
00:08:46: Ja
00:08:46: eben genau ja.
00:08:48: und dann eben dieses Verzeihende, dass man weiß okay Da war jetzt gerade was anderes dran sozusagen, ne?
00:08:54: Das hört dann auf so ein bisschen.
00:08:56: Und man hat das Kind vielleicht auch ein bisschen besser mit im Blick und sich selbst oder so...
00:09:01: Dass Kinder mit dem Blick haben ist auch ein wichtiger Punkt in einer Aufmerksamkeitstörung.
00:09:07: Bei der Aufmerksomheitstörung hat man Schwierigkeiten mit Feinfühligkeit und Feinfülligkeit ist wiederum für die Bindung das Wichtigste.
00:09:15: Ja absolut!
00:09:17: Wenn man keine Medikamente nehmen mag aus Fehlerlei gründen, was hilft noch?
00:09:24: Also unterstützen das Netzwerk drum herum und wahrscheinlich eine gute Tagesstruktur
00:09:28: sowieso.
00:09:29: Genau genau!
00:09:30: Und dann eine gute Kombination aus Bewegungen- und Ruhephasen je nachdem was einem gut tut.
00:09:37: Ja beispielsweise Yoga kann man nicht jedem empfehlen wenn es in sehr entspannender Yoga Form ist.
00:09:45: vertragen dass viele Menschen mit ADS auch wieder nicht aber ein Power Yoga oder ein Walk, wenn das Beckenboden zulässt ist auf jeden
00:09:53: Fall.
00:09:53: Ja stimmt!
00:09:53: Ach ja den haben wir dann auch noch ne?
00:09:55: Ja genau das sind eben so Zeiten.
00:09:57: da muss man sich vielleicht daran ticken besser organisieren um sich solche Zeiten einzurichten und das ist natürlich extrem schwer weil man das sowieso adhs hat
00:10:06: Genau.
00:10:07: Ja, ja gut okay aber das wird sich ja lohnen.
00:10:10: vor allen Dingen also was ich glaube der wichtigste Moment ist dass diese diese Schuld Frage also dass man nicht mehr denkt irgendwie so Ich schaff das nicht!
00:10:19: Ich bin falsch!
00:10:20: Ich kann das gar nicht Mutter sein sondern dass man vielleicht durch ein Gespräch raus findet Okay das ist es einfach gar nicht.
00:10:28: Das bin nicht ich sozusagen Sondern das ist eben...ich bin in diesem ADS-Spektrum.
00:10:33: An deiner Stelle macht mir manches schwerer.
00:10:37: Ja, aber ich hab trotzdem immer noch die Frage also wie kriegen Sie sowas raus dann?
00:10:42: Ich nehme an Familie Nanna kommt jetzt zu Ihnen so und wir nehmen sie mal.
00:10:47: Sarah hat irgendwie auch schon was über Adiheis gelesen aber ist sich unsicher und es eigentlich fühlt sich würde sich selbst in der depressiven Stimmung sozusagen einschätzen.
00:10:57: So dann sagt jemand zu jemandem mach doch mal einen Termin Lass dich mal durchchecken, weil das wäre ja blöd.
00:11:04: Okay so jetzt kommt die zu Ihnen.
00:11:05: und wie stellen Sie sich das fest?
00:11:08: Also was sind so?
00:11:08: die ersten Fragen, die man beantworten muss?
00:11:11: in Anführungsstrichen
00:11:13: Ja Die ersten Fragen die Stelle beziehen sich meist auf den Alltag.
00:11:18: Da frage ich In welchen Situation haben sie Schwierigkeiten?
00:11:22: Und dann wird meistens berichtet und typischerweise ist es nicht nur isoliert Bereich, sondern häufig in mehreren also sowohl im beruflich-stuhlischen als auch im Privatleben oder im Freundeskreis können Probleme auftauchen.
00:11:42: Ich spinne jetzt mal ein bisschen rum.
00:11:45: Also die Sarah berichtet dann irgendwie ja immer so um siebzehn Uhr, also mein größeres Kind ist zwei, das andere gar frisch in Bund oder relativ frisch im Bund sind wir mal sechs Wochen alt als Baby und immer so am fünf Tag platzt mir der Kragen.
00:12:01: Also ich könnte schier ausrasten wenn nichts funktioniert eigentlich.
00:12:03: es ist Abendbrot dran irgendwie mein Mann kommt gerade nach Hause und ich merke richtig ich stehe so wahnsinnig unter Strom Und dann fange ich direkt an mich irgendwie dafür wieder zu schämen, weil was heißt natürlich?
00:12:16: Ich bin ein bisschen lauter einfach und gröber.
00:12:18: Und ich will das gar nicht!
00:12:19: Und abends liege ich im Bett und schäme mich dafür dass ich so bin wie ich bin.
00:12:24: Was kommt dann?
00:12:26: Das ist eine nicht untypische Situation.
00:12:28: da sind wir nicht mehr bei der Diagnostik sondern schon bei praktischen Tipps würde man gucken... ob man den Nachmittag an das gestalten kann.
00:12:41: Das ist überhaupt nicht zu so einem Aufstauen von Stress kommt, sondern dass der schon früher runtergehen kann und es überhaupt nicht zur dieser siebzehn Uhr Situation kommen kann.
00:12:54: Und wenn man das nicht alleine schafft mit eigenen Mitteln muss man sich wieder Hilfe
00:12:58: holen.
00:12:58: Genau da sind wir vielleicht wieder bei Medikamenten oder?
00:13:04: Ganz viel über ADHS bei der Mutter gesprochen.
00:13:07: Jetzt gucke ich mir so die Familie an, da sind ja manchmal auch noch andere Personen meistens Vater?
00:13:14: Was ist eigentlich wenn der ADHS hat?
00:13:17: Wenn nur der Vater ADS hat dann wirkt sich das sicherlich auch, kann sich das auch destabilisierend aufs System ausüben.
00:13:25: aber in der klassischen Rollenverteilung ist die Mutter näher am Kind dran und deshalb würde ein bei der Mutter viel mehr auch auf das Kind, also auf den Stress übertragen als wenn es nur der Vater hat.
00:13:42: Mütter können das häufig kompensieren.
00:13:45: Er ist dann vielleicht nicht zuverlässig in der Zuarbeit gerade im Wochenbett oder später und wobei auch da erstmal häufig ein hohes Bemühen ist und vielleicht nur dann einfach einer erhöhter Schöpfbarkeit.
00:13:58: Und er ist vererbbar?
00:14:01: Genau!
00:14:01: Hohe Vererbarkeit.
00:14:04: Man sagt, grob... ...achtzig Prozent werden vererbt.
00:14:09: So dass man häufig schon gucken kann.
00:14:11: Also wenn einmal Adia ist in der Familie vielleicht dann auch sozusagen bei den Kindern?
00:14:16: Genau!
00:14:17: Aber wenn man schon für sich oder in einer Familie so einen Blick dafür hat kann man ja auch vielleicht früh diagnostizieren und früh irgendwie wissen, okay was tut unserer Familie so ganz gut.
00:14:29: Ich kann mir auch vorstellen wenn die Kinder dann in die Pubertät kommen.
00:14:32: jetzt verlassen wir ein bisschen die frühen Hilfen aber dann ist es ja noch mal eine besondere Herausforderung also ein pubertierendes ADHS Jugendliches
00:14:42: Genau genau.
00:14:43: Aber da gibt's schon immer mehr familientherapeutische Angebote um diesen Problemen zu entgegen zu wirken, weil in der Tat häufig wenn die Eltern ADS haben dann können sich verstärken innerhalb der Familie.
00:15:02: Das kann sehr heiß hergehen.
00:15:05: Ja
00:15:05: das glaube ich.
00:15:06: aber das bestätigt ja auch irgendwie nochmal dass es so gefühlt in aller Munde ist und ich habe neulich ein Gespräch mitgehört da meinte jemand ja so viel ads wie das gab es früher alles gar nicht.
00:15:18: Vielleicht wurde das einfach auch noch gar nicht so diagnostiziert oder es gab keinen Blick dafür?
00:15:24: Genau, es gab kein Blick.
00:15:27: Man kann Untersuchungen aus den neunzehntachtziger Jahren zeigen dass da die Prävalenz von ADS genauso hoch war wie jetzt.
00:15:35: Ja okay.
00:15:36: Es
00:15:36: war noch viel unbekannter.
00:15:38: wir fangen ja erst seit ich sag mal zehn jahren verstärkt an Erwachsene zu diagnostizieren und zu behandeln Vorstanden auch gar keine Medikamentesentwürfe um Erwachsenen, Alter.
00:15:51: Genau das waren die Kinder, die Ritalin bekommen haben sozusagen.
00:15:55: aber diese sind ja jetzt auch erwachsen geworden mit und bekommt mehr.
00:15:59: Und wir haben erkannt dass es eben nicht mit dem Aktienlebensjahr rauswächst dieser Krankung sondern noch weiter in der Wachsendenleben geht und sich dort dann häufig eher mit anderen Symptomen wie Depressionen Angststörungen oder den Suchterkrankungen oder Essstörung.
00:16:18: Also dieses Leben mit ADHS kann Danza zuführen, das ist eine Depression.
00:16:23: Genau!
00:16:24: Menschen mit ADS müssen abgeburt sich anpassen in einer etwas andere Welt weil sie die Dinge etwas anders erleben und fühlen und das kann dazu führen dass sie besonders ängstlich werden.
00:16:39: manche entwickeln Zwänge andere sind immer wieder so erschöpft, dass sie in Depressionen fallen.
00:16:48: Und wiederum andere versuchen das Stresslevel was den ganzen Tag da ist runterzukriegen mit zum Beispiel Alkohol, Cannabis und merken, dass das hilft.
00:17:02: Dadurch sind Sie funktionsfähig für eine Zeit?
00:17:06: Ja
00:17:06: genau!
00:17:07: Aber auch gerade die Suchtstoffe sind dann häufig etwas was in der Schwangerschaft dann weggelassen wird.
00:17:14: Symptome demaskieren.
00:17:16: Also so oder so lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen könnte das ADHS sein, könnte ich sowas haben um da irgendwie zu schauen und schon mal irgendwie ein bisschen nicht gegen Justin ist es ja gar nicht sondern vielleicht einen guten Umgang zu finden dass man in seinen Stresslevel sinkt oder auch mal rauslässt vielleicht in einem Moment aber in einer geeigneten Weise genau.
00:17:40: Und jetzt haben wir gerade noch mal gesagt, ADAS wächst sich nicht aus im achtzehnten Lebensjahr so wie man das vielleicht früher immer so gedacht hatte.
00:17:46: Sondern ja genau es zieht sich dann eben durch.
00:17:49: Jetzt hatten wir grade die besondere Situationen in Eltern werden oder Mutter werden.
00:17:54: Vielleicht sogar noch ein zweites Mal wo es dann glaube ich nochmal extra kickt.
00:17:57: tatsächlich weil ein zweites Kind ist hier viel so ein extra Level und da geht es auch immer weiter.
00:18:02: Ich habe glaube ich auch gehört ADAS im Wechseljahre spielen ja auch eine Rolle?
00:18:07: Genau!
00:18:08: Die weiblichen Hormonen spielen bei der Symptomatik, bei der Ausprägung des ADS eine große Rolle.
00:18:15: Weil Menschen wie ein Zyklus haben ist über den Zyklus hinweg die Symptomatik sehr unterschiedlich.
00:18:22: in den Wechseljahren kommt da nochmal alles durcheinander und häufig erleben Frauen erst nach den Wechseljahren eine gewisse Ruhe beim Thema ADS.
00:18:31: Ja was wir da alle so aushalten müssen.
00:18:35: Okay Frau Dr.
00:18:36: Hinsen, jetzt sind wir einmal sozusagen vom Baby bis ins hohe Alltag gekommen.
00:18:42: Gibt es noch irgendwas was Sie unseren Hörerinnen mitteilen wollen oder ermutigen wollen?
00:18:48: Wenn ein ADS bekannt ist und eine Schwangerschaft geplant wird halte ich das für ausgebrochen sinnvoll diese die Schwangersschaft und vor allem das erste Jahr besonders gut zu planen vielleicht besser als es andere machen müssen wenn man die Elternzeit gut plant dass das finanzielle geplant ist, optimalerweise, dass das Nest gemacht ist.
00:19:13: Dass man möglichst wenige externe Stressfaktoren noch hat und man sich komplett auf das Innere fokussieren kann.
00:19:23: Ja, und ich hab noch rausgehört.
00:19:25: Das will ich noch loswerden unbedingt irgendwie sich selbst anschauen und vielleicht auch ein bisschen verzeihen können und sagen können okay so Ich habe halt einfach eine ausgeprägte Stress empfinden Und ich bin vielleicht auch erschöpft da jetzt andere.
00:19:37: das ist überhaupt nicht schlimm
00:19:39: Rumbedingt!
00:19:40: Schön dass Sie da waren Danke
00:19:41: schön Dank.
00:19:44: Chancenreich isst einen Podcast aus dem Koordinierungszentrum Frühhilfen Früherchancen Aus dem Fachbereich Jugend der Region Hannover.
00:19:53: Die Hausten sind Kristina Kwakulinski, Lea Hase und Kimberly Kröger.
00:19:58: Alle Infos zu den frühen Hilfen in der Region Hannover findet ihr auf hanover.de-fhfc.
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